Drachenbootsport Geschichte des Drachenbootsportes Im 2. Jahrhundert v. Chr. lebte im chinesischen Königreich Chu der geachtete Staatsmann und Dichter Qu Yuan. Er war sehr beliebt beim Volk; bei seinem König war er jedoch durch falsche Anschuldigungen in Ungnade gefallen, wurde seines Amtes enthoben und verbannt. Unglücklich wanderte er nun umher und schrieb Gedichte für sein Volk und sein Land. Unfähig, die Verbannung länger zu ertragen und völlig verzweifelt, beging Qu Yuan schließlich Selbstmord, indem er sich in den Fluss Mi Lo stürzte. Die Legende besagt, dass einheimische Fischer mit ihren Booten auf den Fluss hinausfuhren, um Qu Yuan ins Leben zurückzuholen. Um seinen Körper vor den gefräßigen Fischen zu schützen, schlugen sie dabei mit ihren Paddeln kräftig aufs Wasser. Das war am 5. Tag des 5. Mondes und so ist dies auch noch heute der Zeitpunkt, an dem sich die Fischer jährlich treffen, um mit den Drachenbootrennen die Erinnerung an Qu Yuan aufleben zu lassen. Es ist bis heute nicht endgültig geklärt, wie das eigentliche Drachenboot und der Bug zustande kamen. Man nimmt jedoch an, dass bei der Entwicklung der Rennen über die Jahre hinweg die furchterregenden Drachenköpfe hinzugefügt wurden, um böse Wassergeister fernzuhalten. So funktioniert es: Ein Wettkampf- Drachenboot hat 22 Personen Besatzung. Zwanzig Paddler, einen Steuermann und einen Trommler. Jeweils zehn Paddel links und rechts sorgen für den nötigen Vorschub, das Steuerruder am Heck für die gewollte Richtung und  die Trommel für die Motivation. Gepaddelt wird mit Stechpaddeln, die synchron durch das Wasser gezogen werden. Dabei sitzen jeweils zwei Paddler mit dem Blick in Fahrtrichtung auf einer Bank nebeneinander. Aus dieser Anordnung ergibt sich, dass die meisten Paddler eine bevorzugte Seite haben. Man spricht vom Rechts- bzw. Linkspaddler. Die Paddler auf der vordersten Bank sind die Schlagleute oder kurz "der Schlag". Sie geben die Schlagzahl, das ist Frequenz der Paddelschläge, vor, die dann vom Trommler übernommen wird. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Trommel die Schläge für das Boot vorgeben würde.  Als Letztes kommt in einem Drachenboot der auf einer Plattform im hinteren Teil des Bootes stehende Steuermann. Er  lenkt mit Hilfe eines Langruders, das auf der Backbordseite (in Fahrtrichtung links) am Steuerblock befestigt wird. Gepaddelt wird mit längenangepassten Stechpaddeln aus Holz, Kunststoff oder Carbon. Jeder Paddler setzt das Paddel nur auf einer Seite ins Wasser Etablierung in Deutschland Wie sich aus dem eher rituellen Spektakel eine Sportart entwickelte, ist nicht genau überliefert. Über Drachenbootfestivals in China und Ostasien, an denen einige europäische Kanuten teilnahmen, wurde der Sport Ende der 80er Jahre in Deutschland bekannt. Geburtsstunde des Drachenbootsports in Deutschlands war der 800. Hamburger Hafengeburtstag im Mai 1989. Kurz darauf kam es in Hamburg zur Gründung des Deutschen Drachenboot-Verbandes (DDV). Noch im selben Jahr entstanden die ersten Teams. Das erste Drachenbootrennen in Deutschland hat 1987 in Duisburg-Wedau stattgefunden. Damals wurde im Rahmen der Kanu- Weltmeisterschaft ein Schaurennen mit zwei Booten ausgetragen. Das Drachenboot Ein Drachenboot nach Europa-Norm ist (ohne Kopf und Schwanz) 12,49 Meter lang und 1,16 Meter breit. An der Spitze ist ein nach überlieferten Motiven gefertigter Drachenkopf befestigt, das Heck bildet ein stilisierter Drachenschwanz (daher rührt der Name). Moderne Boote sind aus Kunststoff und wiegen mindestens 250 Kilogramm, klassische Bootstypen wurden aus massivem Holz gefertigt und wiegen bis zu einer Tonne.