Ursprung
Geschichte des Drachenbootsportes
Im 2.
Jahrhundert v. Chr. lebte im chinesischen Königreich Chu der geachtete
Staatsmann und Dichter Qu Yuan. Er war sehr beliebt beim Volk; bei seinem
König war er jedoch durch falsche Anschuldigungen in Ungnade gefallen, wurde
seines Amtes enthoben und verbannt. Unglücklich wanderte er nun umher und
schrieb Gedichte für sein Volk und sein Land. Unfähig, die Verbannung
länger zu ertragen und völlig verzweifelt, beging Qu Yuan
schließlich Selbstmord, indem er sich in den Fluss Mi Lo stürzte. Die
Legende besagt, dass einheimische Fischer mit ihren Booten auf den Fluss
hinausfuhren, um Qu Yuan ins Leben zurückzuholen. Um seinen Körper vor
den gefräßigen Fischen zu schützen, schlugen sie dabei mit ihren
Paddeln kräftig aufs Wasser. Das war am 5. Tag des 5. Mondes und so ist dies
auch noch heute der Zeitpunkt, an dem sich die Fischer jährlich treffen, um
mit den Drachenbootrennen die Erinnerung an Qu Yuan aufleben zu lassen.
Es ist bis heute nicht endgültig geklärt, wie das
eigentliche Drachenboot und der Bug zustande kamen. Man nimmt jedoch an, dass bei
der Entwicklung der Rennen über die Jahre hinweg die furchterregenden
Drachenköpfe hinzugefügt wurden, um böse Wassergeister
fernzuhalten.
Wie sich aus dem eher rituellen Spektakel eine Sportart entwickelte, ist nicht
genau überliefert. Über Drachenbootfestivals in China und Ostasien, an
denen einige europäische Kanuten teilnahmen, wurde der Sport Ende der 80er
Jahre in Deutschland bekannt.
Geburtsstunde des Drachenbootsports in Deutschlands war der 800. Hamburger Hafengeburtstag im Mai 1989. Kurz darauf kam es in Hamburg zur Gründung des Deutschen Drachenboot-Verbandes (DDV). Noch im selben Jahr entstanden die ersten Teams. Inzwischen gibt es in Deutschland ca. 60, im Deutschen Drachenboot-Verband (DDV) organisierte Teams, mit etlichen tausend aktiven Sportlern.
Das erste Drachenbootrennen in Deutschland hat 1987 in Duisburg-Wedau stattgefunden. Damals wurde im Rahmen der Kanu-Weltmeisterschaft ein Schaurennen mit zwei Booten ausgetragen.